Steam Cracking: Wo alltägliche Kunststoffe beginnen

Steam Cracking: Wo alltägliche Kunststoffe beginnen

Auf den ersten Blick mögen eine Plastikflasche, ein Smartphone-Display oder eine Lebensmittelverpackung weit von der Schwerindustrie entfernt sein. Doch hinter diesen Alltagsgegenständen verbirgt sich ein faszinierender Ausgangspunkt: der Steamcracker.

Allein in Europa haben Steamcracker eine Gesamtproduktionskapazität von rund 23 Millionen Tonnen pro Jahr (gemessen am Ethylen). Das ist genug, um über 230 Milliarden 1-Liter-Plastikflaschen oder das Gewicht von etwa 230.000 voll beladenen Güterwaggons herzustellen. Dieser immense Ausstoß bildet die Grundlage für zahllose Produkte, die wir tagtäglich verwenden, von Verpackungen und Haushaltswaren bis hin zu Autoteilen und Elektronik. Steamcracker sind im wahrsten Sinne des Wortes der Ausgangspunkt für einen Großteil unserer modernen materiellen Welt.

Das Herz der Petrochemie

Steamcracken ist einer der wichtigsten Prozesse in der petrochemischen Industrie. Bei diesem Hochtemperaturverfahren werden große Kohlenwasserstoffmoleküle in kleinere, hochreaktive Moleküle zerlegt: die "Bausteine" für moderne Werkstoffe.
Zu den wertvollsten Produkten gehören Ethylen und Propylen, die als Ausgangspunkt für Kunststoffe, Kunstfasern, Lösungsmittel und viele andere chemische Produkte dienen.

Das Verfahren ist alles andere als schonend. Extreme Hitze und schnelle Abkühlung treten innerhalb von Sekunden auf und stellen enorme Anforderungen an alle beteiligten Geräte.

 

Von Naphtha zu Schlüsselchemikalien

Die meisten europäischen Steamcracker verwenden Naphtha als primäres Einsatzmaterial. Naphtha ist eine leichte, brennbare Fraktion aus der Rohölraffination, die hauptsächlich aus verschiedenen Kohlenwasserstoffen besteht. Bei der Verarbeitung in einem Steamcracker entsteht ein präzises Gemisch aus wertvollen Chemikalien:

Ethylen (28,7%): wird für Polyethylen, PVC, Polystyrol verwendet

Propylen (16,1%): für Polypropylen, chemische Zwischenprodukte, Brennschneiden

Wasserstoff, Methan, Butadien, Buten und Pyrolysebenzin - jedes mit seiner eigenen industriellen Rolle

Zu den wichtigsten Derivaten von Ethylen allein gehören:

Polyethylen (56 %): der weltweit am häufigsten verwendete Kunststoff

Ethylendichlorid (14%): Schlüssel für PVC

Ethylenoxid (11%): für Frostschutzmittel, Reinigungsmittel und mehr

Ethylbenzol (7%): Vorprodukt für Polystyrol

 

Warum Propylen wichtig ist

Propylen ist zwar vor allem als Grundlage für Polypropylen bekannt, seine Anwendungen gehen jedoch weit über Kunststoffe hinaus. Es spielt eine Rolle beim Brennschneiden, bei der Herstellung von Bleichmitteln und sogar bei Materialien für die Elektronik, wie z. B. Polypropylenfolien für Smartphone-Displays.

 

Vier Temperaturzonen, eine Herausforderung

Ein Steamcracker arbeitet in verschiedenen Temperaturstufen, die von 150 °C bis über 800 °C reichen. Jede Stufe löst spezifische chemische Reaktionen aus und setzt Dichtungen und andere Komponenten einer konstant hohen mechanischen und thermischen Belastung aus.

 

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Der Weg moderner Werkstoffe vom Rohöl zum Konsumgut beginnt im Steamcracker. Mit der Revoseal-Dichtungstechnologie wird diese Reise sicherer, effizienter und zuverlässiger. Bei jedem Schritt auf dem Weg.

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